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Helsinki Presseinformation 4/99 fin

Sozial- und Gesundheitsministerin Maija Perho auf der Ministertagung:
Anreizender Sozialschutz ist Voraussetzung einer ausgewogenen wirtschaftlichen Entwicklung

"Eine stabile Wirtschaftsentwicklung ist die Voraussetzung für einen guten Sozialschutz, aber auch andersrum: ein guter und anreizender Sozialschutz ist Voraussetzung einer ausgewogenen wirtschaftlichen Entwicklung." Sozial- und Gesundheitsministerin Maija Perho sprach auf der Tagung der Arbeits- und SozialministerInnen am 9.7.1999 in Oulu.

Finnland sei der Ansicht, die Europäische Gemeinschaft könne sich ohne Unterstützung der Bürger nicht entwickeln. Deswegen möchte Finnland zu Beginn seiner Präsidentschaft die Fragen der Entwicklung der sozialen Dimension in Europa ansprechen. Ministerin Perho hofft auf eine offene europäische Diskussion über den Wohlstand der Bürger in einer solchen Art und Weise, dab dadurch das Interesse der Bürger für die Entwicklung der Europäischen Union erhöht wird.

"Für eine gleichberechtigte Entwicklung in Europa ist es erstrangig wichtig, dab die soziale Dimension neben der wirtschaftlichen Integration weiterentwickelt wird", sagte Perho.

Ministerin Perho sei damit zufrieden, dab bereits die Vorpräsidentschaften die sozialen Fragen in vielfältiger Hinsicht in die Diskussion einbezogen haben. Die Niederlande haben die Wechselwirkung von Wirtschaft und Sozialschutz betont. Österreich und Deutschland haben wiederum die Erstrangigkeit der Arbeit hervorgehoben und die Stellung der Jugendlichen und Behindten angesprochen.

"Diese Themenbereiche befassen sich in dieser oder jener Art mit den Verbindungen von Wirtschaft, Beschäftigung und Sozialschutz. Wohlstand und Arbeitsleben werden zu oft voneinander getrennt. Durch die Verbesserung des Wohlstandes aller Menschen in erwerbsfähigem Alter können wir den Wohlstand der ganzen Gesellschaft verbessern", betonte die Ministerin.

"Beschäftigung ist der erstrangige Weg bei der Vorbeugung sozialer Ausgrenzung. Beschäftigung schafft Wohlstand. Es ist aber zu beachten, dab sich alle Bürger nicht gleich gut auf dem Arbeitsmarkt behaupten. Deswegen sind besondere Anstrengungen zur Förderung der Ausgegrenzten und der von Ausgrenzung Bedrohten erforderlich."

Perho zufolge wäre es konsequent, dab bei der Förderung der Beschäftigung die eng damit verbundenen sozialpolitischen Aspekte berücksichtigt werden. Aktivierender Sozialschutz, Betreuungsdienste und Mab nahmen zur Förderung der Arbeitsfähigkeit spielen eine wichtige Rolle.

"Es wäre gut, wenn soziale Aspekte auf allen Ebenen berücksichtigt und mit den Beschäftigungsleitlinien richtig verbunden werden könnten. Auf Gemeinschaftsebene sollten aber keine solchen wirtschaftlichen Entscheidungen getroffen werden, die eine nationale Sozialpolitik verhindern", sagte die Ministerin.

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Auf dem informellen Treffen der Arbeits- und SozialministerInnen der EU in Oulu wurden Lösungsansätze u.a. dazu überlegt, wie die Qualifikation, Arbeitsfähigkeit und Arbeitsbereitschaft der Beschäftigten und Arbeitslosen aufrechterhalten und verbessert werden kann. Das Thema der Tagung war in vier Unterthemen aufgegliedert: Neue Arbeitsorganisation, Arbeitsfähigkeit, Sozialschutz und Altersdiskriminierung. Diskussionen wurden auf der Grundlage einer von der finnischen Präsidentschaft ausgearbeiteten Gesprächsvorlage und der darin enthaltenen Fragen geführt. Für die Behandlung dieser Themen spielen die Sozialpartner eine wichtige Rolle. Die Sozialpartner und das Europäische Parlament waren in der Vormittagssitzung am 9.7.1999 vertreten.

Den Vorsitz auf der Tagung führten Arbeitsministerin Sinikka Mönkäre und Sozial- und Gesundheitsministerin Maija Perho. Ministerin Eva Biaudet sowie Kommissar Pádraig Flynn nahmen an der Tagung ebenfalls teil. Insgesamt waren in Oulu fast zwanzig MinisterInnen mit Delegationen, die jeweils für Arbeits-, Sozial-, Gesundheits- und Chancengleichheitsressorts zuständig sind.

Weitere Informationen erteilen:

Fachreferentin Pia Pohja, Tel.

Stellv. Abteilungsleiter Rolf Myhrman, Tel. (09) 1603 831

Projektleiterin Mari Korhonen, Tel. (09) 1604 182

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